Siegel TOP Innovator 2016

bill-X gehört zur Innovationselite des deutschen Mittelstandes

Im entscheidenden Moment abheben, die entstehende Lücke voraussehen und dann voll durchziehen: Das zelebriert Kai Schwermann nicht nur in seinem leidenschaftlichen Hobby, dem Volleyball. Auch in seinem Job als Geschäftsführer des Osnabrücker Unternehmens bill-X rückt er bei der Entwicklung innovativer Prozesse und Services im entscheidenden Moment schnell vor und begibt sich bereits in Schmetterposition, während andere gerade erst zum Sprung ansetzen. Im Rahmen des Innovationswettbewerbes TOP 100 wurde dies nun entsprechend honoriert: bill-X durchlief einen anspruchsvollen wissenschaftlichen Auswahl- und Bewertungsprozess, schloss als eines von 4.000 teilnehmenden Unternehmen unter den besten 100 ab und erhielt dafür am 24. Juni 2016 das TOP 100-Siegel, überreicht durch TOP 100-Mentor Rangar Yogeshwar.

Klar gepunktet hatte die bill-X GmbH bei dem Wettbewerb unter anderem durch ihre Innovationskultur, die innerhalb des Unternehmens einen hohen Stellenwert einnimmt, vor allem in der Chefetage: 60 Prozent der Arbeitszeit entfallen hier auf die Auseinandersetzung mit Innovationsprojekten, etwa 30 Weiterbildungstage pro Jahr sorgen für stetig neue Impulse. Neuheiten und innovative Verbesserungen, die vor der Konkurrenz auf den Markt kommen, machen rund 70 Prozent des Umsatzes von bill-X aus. Insgesamt 100 Innovationsparameter legte die Jury der Entscheidung zugrunde, ob es ein Unternehmen in die TOP 100 hineinschafft. Zuständig für die Bewertung waren auch in diesem Jahr Prof. Dr. Nikolaus Franke und sein Team vom Lehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien.

Never change a winning team

Schnelligkeit und Flexibilität: Das sind die entscheidenden Faktoren, die bill-X im Hinblick auf das Innovationspotenzial von anderen Billing- und Accounting-Anbietern unterscheiden. Die leistungsfähigen Software Lösungen von bill-X für Themen wie Leistungsverrechnung, Mediation, Abrechnungssysteme, Marktplätze, Chargeback, Inventory- und Change Management sind streng modular aufgebaut und basieren auf Software-Core namens OpenInformer, der kontinuierlich weiterentwickelt wird. Um spezifische Kundenwünsche zu erfüllen, müssen somit in der Regel nur einzelne Module und nicht etwa komplette Systeme neu entwickelt oder angepasst werden. Daraus ergibt sich für viele Kunden, aber auch bei den bill-X Eigenentwicklungen ein enormer Geschwindigkeitsvorteil.

bill-X folgt darüber hinaus der Devise „Never change a winning team“: Wenn ein Kunde beispielsweise ein drittes System braucht und die beiden vorhandenen bereits ordentlich ihren Job machen, muss nicht zwangsläufig eine All-in-one-Lösung her. Stattdessen entwickelt bill-X einen maßgeschneiderten Baustein auf Basis des OpenInformer Cores, der sich nahtlos in die bereits vorhandene Systemlandschaft einfügt. Alles kann, nichts muss. So führt bill-X seine Kunden bedarfsorientiert ans Ziel – Punkt für Punkt sozusagen.

Der Sprint zum Innovator: Schon früh vorprogrammiert

Zugegeben: Kai Schwermanns Volleyballsport passt eigentlich nicht sonderlich gut zu den bekannten Klischees um „Proggis“ und ITler. Seine Technologiebegeisterung schon eher. Oder der Hang dazu, gerade erst warmgelaufen zu sein, wenn andere bereits Feierabend machen. Auf die Frage, ob er nachts gut geschlafen habe, antwortet Schwermann durchaus häufig, dass er aufgrund einer interessanten Idee nicht so recht dazu gekommen ist oder „noch was nachgucken“ musste.

Programmiererfahrung hat Kai Schwermann nun bereits seit über 30 Jahren. 1982 meldete er sein erstes Patent an: eine optische Highspeed-Erkennung von Rissen in Schienen per Bildanalyse. In seiner Studienzeit war er Mitglied der Forschungsgruppe EuNet, einem Vorläufer des Internets. Finalteilnahmen beim internationalen Unternehmerwettbewerb Entrepreneur des Jahres folgten ebenso wie ein Red Dot Award und eine Innovationsförderung des Landes Niedersachsen. Und auch heute noch widmet sich Kai Schwermann mit Begeisterung neuen Projekten zu – genau wie sein 17-köpfiges Mitarbeiterteam.

Stammspieler in den Hallen von CeBIT & Co.

Die auf der modularen Plattform OpenInformer basierenden Innovationen stellt bill-X Jahr für Jahr auf den Messen der Branche vor. Aktuell konzentriert sich hierbei alles auf den Kontext „Smart-City“. Bei dem Projekt „Cross-Market-Places“ etwa handelt es sich um eine webbasierte Händler-Plattform für lokale Angebote, die automatisierte Abrechnungsprozesse zwischen allen registrierten Mitgliedern ermöglicht. Lokale Händler einer Stadt können somit spontan anderen Händlern ihre Angebote über die Plattform bereitstellen sowie Produkte oder Dienstleistungen anderer Händler mit verkaufen – ohne dazu komplizierte Verträge abschließen zu müssen. Auf den Automotive-Bereich gemünzt, können Anbieter mit Cross Market Places z. B. Produkte, Tickets, Dienste oder auch Rabattsysteme unterschiedlicher Anbieter bündeln, direkt ins Cockpit verkaufen und automatisch unter allen Beteiligten verrechnen lassen. Ein Prototyp des GUI, mit dem das Anlegen und Finden von Angeboten durchgeführt werden kann, existiert bereits.

Als eine weitere Innovation entwickelte bill-X als Grundlage für innovative Systeme in den Bereichen Asset-Management, ConnectedServices, Industrie 4.0 oder IoT das Projekt „Active DB“. Hierbei handelt es sich um ein neuartiges Datenbankkonzept, das die besten Eigenschaften von NoSQL- und Graphdatenbanken vereint – ergänzt um die Möglichkeit, beliebige Prozesse zu steuern und in Gang zu setzen. Virtuelle oder reale Elemente wie z. B. Kunden, Parkplätze, Tarife oder SIM-Karten werden hierbei als konkrete Objekte begriffen, die über ein RESTful Interface angelegt und individuell mit modularen Eigenschaften (Properties) und Funktionen bestückt werden können. Auf „Active DB“ basiert beispielsweise auch das Parkkonzept „Parken-Laden“: In Verbindung mit der Website parken-laden.de ist es somit möglich, Parkplätze und E-Charging-Stationen schon im Vorfeld verbindlich zu reservieren und sich anschließend vom integrierten Parkleitsystem bis zum eigentlichen Parkplatz führen zu lassen.

Keine Auszeit nehmen

Die Auszeichnung mit dem TOP 100 Siegel bedeutet für Kai Schwermann eine Menge. Dennoch ist das für ihn kein Grund, sich auszuruhen, sondern weiterhin alle Bälle in der Luft zu halten: „Wir arbeiten gerade mit Hochdruck an einem neuen Projekt im IoT-Umfeld, dass eine echte Revolution im Smart-City/Mobilitäts-Kontext bedeuten dürfte.“

Dass innovative Unternehmen wie bill-X eine Signalwirkung erzielen, darauf hofft auch TOP 100-Mentor Rangar Yogeshwar, der Kai Schwermann das TOP 100 Siegel im Rahmen des Mittelstands-Summit verlieh. Von der Qualität der TOP 100 zeigte er sich beeindruckt: „Die Art und Weise, wie die Unternehmen neue Ideen generieren und aus ihnen wegweisende Produkte und Dienstleistungen entwickeln, ist im wahrsten Sinne des Wortes bemerkenswert. Ich freue mich deshalb, dass die Auszeichnung diese Qualitäten sichtbar macht. Hoffentlich ermuntert ihr Erfolg andere Unternehmen, es ihnen gleichzutun. Denn diese Innovationskultur wird in Zukunft für alle Unternehmen immer bedeutender.“

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